Physiotherapie - Krankengymnastik - Massagen - Fango


Klinisch Orientierte Psychomotorik (KOPM)


Die Klinisch Orientierte Psychomotorik (KOPM) ist ein physiotherapeutisches Behandlungskonzept. Dieses Behandlungskonzept befasst sich mit dem engen Zusammenspiel zwischen Seele (Psyche) und Bewegung (Motorik).

Bei dieser Therapie wird das Kind über die Bewegung in seiner gesamten Entwicklung gefördert. Die Spielfreude des Kindes wird genutzt, um die persönlichen Stärken herauszufinden. Das Kind lernt wiederum seine Stärken zu nutzen, um sich mit seinen Beeinträchtigungen/Störungen im Alltag zurechtzufinden. Das Kind wird als aktiver Gestalter seiner Entwicklung gesehen.

Wo wird Klinisch Orientierte Psychomotorik angeboten?
Sie wird in physiotherapeutischen Praxen von Physiotherapeuten angeboten, die eine entsprechende abgeschlossene Weiterbildung haben.


Wann wird Klinisch Orientierte Psychomotorik verordnet?

1. Bei umschriebenen Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen (F82); zum Beispiel:

  • verzögerte motorische Entwicklung (vor allem verspätetes Aufrichten und freies Laufen),
  • unflüssiger Bewegungsablauf,
  • ungeschicktes Gangbild,
  • häufiges Hinfallen,
  • Schwierigkeiten beim Treppensteigen, Roller- und Fahrradfahren,
  • ungeschickte Feinmotorik beim Malen, Basteln, Schuhbänderbinden. Probleme in der Feinmotorik können sich auch auf die Schreibmotorik auswirken.

 

2. Bei kombinierten Entwicklungsstörungen wie zum Beispiel:

  • Probleme in der Bewegungssteuerung,
  • Kraftdosierung,
  • mit der Aufmerksamkeit,
  • Bewegungsgeschwindigkeit,
  • Reaktionsfähigkeit,
  • nicht adäquater Körperspannung, im Sozialverhalten,

3. Bei Koordinationsstörungen
4. Bei Störungen der sensorischen Integration / Wahrnehmungsstörungen
5. Bei hyperkinetischen (überaktiv) Störungen (F90)
6. Wenn Probleme der Bewegungsteuerung im Vordergrund stehen.



Quelle: ZVK, Arbeitsgemeinschaft Klinisch Orientierte Psychomotorik im ZVK e.V.